Viele Kinder auf der Welt müssen zur Arbeit statt in die Schule

In vielen Ländern auf der Welt müssen Kinder arbeiten gehen. Sie dürfen nicht in die Schule gehen. Ihre Familien sind arm. Deswegen müssen schon die Kinder arbeiten. Am 12. Juni ist der Welt-Tag gegen Kinder-Arbeit.

Ein 12-jähriger Junge in schmutzigen Kleidern arbeitet in einer Fabrik in dem Land Bangladesch.
Der 12-Jährige Shahel arbeit in einer Fabrik in dem Land Bangladesch (picture alliance / NurPhoto / Syed Mahamudur Rahman)
Das Kinderhilfs-Werk von den Vereinten Nationen und die Internationale Arbeits-Organisation sagen: Auf der ganzen Welt müssen ungefähr 160 Millionen Kinder arbeiten. Und viele von diesen Kindern machen eine gefährliche Arbeit. Die Kinder können bei der Arbeit verletzt werden.
Die beiden Organisationen sagen: Wir müssen mehr gegen Kinder-Arbeit tun. Die Eltern von den Kindern brauchen Arbeit, von der sie leben können. Dann haben sie Geld. Und dann können ihre Kinder in die Schule gehen.
Es gibt Länder, in denen besonders viele Kinder arbeiten müssen. Zum Beispiel das Land Äthiopien in Afrika, das Land Haiti in der Karibik oder das Land Bangladesch in Asien.
In Deutschland ist Kinder-Arbeit verboten. Man darf erst ab 15 Jahren arbeiten. Und die Arbeit darf für die Jugendlichen nicht gefährlich sein. Im Bundes-Tag gibt es eine Kinder-Kommission. Der Vorsitzende von der Kinder-Kommission heißt Matthias Seestern-Pauly. Er sagt: Kinder gehören in Schulen. Kinder gehören nicht in Fabriken.

Wörterbuch

  • Vereinte Nationen

    Die Vereinten Nationen heißen auch UNO. Die Vereinten Nationen sind 193 Länder aus aller Welt. Sie haben sich zusammengeschlossen. Sie haben ein Ziel. Sie wollen den Frieden auf der Welt sichern. Sie wollen die Rechte der Menschen schützen. Sie wollen die Zusammen-Arbeit auf der Erde besser machen. Wenn es in einem Land Krieg gibt, kann die UNO helfen. Sie kann vermitteln und einen Waffen-Stillstand erreichen. Sie kann Soldaten in das Land schicken. Die Soldaten sollen aufpassen, dass der Waffen-Stillstand eingehalten wird.

  • UNICEF

    UNICEF ist eine Hilfs-Organisation. UNICEF hilft vor allem Kindern. Die Organisation gehört zur UNO. Die UNO heißen auch "Vereinte Nationen".

  • Armut

    Arm sein bedeutet: wenig Geld zu haben. In der Politik gibt es Streit darüber, wann jemand wirklich arm ist: Manche sagen, wer genug zu Essen hat, ist nicht wirklich arm. Andere sagen, Essen allein reicht nicht. Sie finden: Man ist auch arm, wenn man sich zum Beispiel keine Zeitung kaufen kann. Oder wenn man kein Geburtstags-Geschenk für einen Freund kaufen kann. Manche Experten legen eine Zahl fest. Sie sagen: Wer nur 1 Euro am Tag ausgeben kann, ist arm. Andere Experten finden, man muss vergleichen. Sie sagen: Wer viel weniger hat als die meisten anderen, der ist arm.

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